Wie pflegt man Ledergürtel?

Ledergürtel pflegen - So hat man lange Freude dran Wer einen Ledergürtel sein Eigen nennt, tut gut daran, ihn speziell zu pflegen. Nicht weil er besonders preisintensiv war, sondern vielmehr um sehr lange daran Freude zu haben. Wird
Verschiedene Ledergürtel
Damit der neue Ledergürtel lange hält, sollte man ihn pflegen
Foto: © HLPhoto
ein echter Ledergürtel vernachlässigt und nicht ausreichend gepflegt, kann er spröde, glanzlos und brüchig werden, Risse bekommen oder sich total verziehen. Ein weicher und geschmeidiger Ledergürtel erhöht zudem den Tragekomfort.

Zeigt ein Ledergürtel erste Verfallerscheinungen wie Risse oder Unbeweglichkeit, liegt es an der mangelnden Pflege. Ihm fehlt Fett bzw. Öl und es mangelt ihm wahrscheinlich zudem noch an Bewegung wie auch Feuchtigkeit. Dies kann daran liegen, dass er zu wenig getragen wird. Durch häufiges Anlegen des Gürtels wird dieser bewegt und verhärtet nicht, er bleibt weich und geschmeidig. Zudem nimmt er die Feuchtigkeit der Haut seines Trägers auf. Dies braucht der Gürtel, um nicht zu verhärten.

Risse und Brüche
Doch auch wenn ein Gürtel oft getragen wird, zeigen sich darauf die Spuren des Alltags. Den kleinen Rissen und Brüchen wird man Herr, wenn der Ledergürtel ab und zu mit einem Lederfett bzw. Lederöl behandelt wird. Dies sind spezielle Mischungen, die langzeitstabil wirken und denen extra noch spezielle Zusätze beigefügt worden sein können, die zum Beispiel eine UV-Beständigkeit bewirken.

Wer auf Hausmittel wie Olivenöl, Schuhcreme oder normale handelsübliche Hautcremes zurückgreift, wird bald genug von seinem Gürtel haben. Denn diese Fette und Öle werden
spätestens nach ein bis zwei Wiederholungen der Behandlung ranzig, der Voll-Leder-Gürtel beginnt äußerst unangenehm zu riechen. Diesen Geruch bekommt man auch nicht wieder los, es wäre sehr schade um das gute Stück. Doch dies bemerkt man meist erst einige Zeit hinterher, wenn es zu spät ist. Außerdem zerstören die entstanden Säuren durch die Behandlung das Leder nach und nach.

Die speziellen Lederfette und -Öle hingegen pflegen das Leder nicht nur, sie sorgen auch für Abriebfestigkeit, beugen Verschmutzungen besser vor und optimieren extra noch den Glanz des Leders. Sie werden nur sehr sparsam aufgetragen und zeigen trotzdem starke Wirkung. Falsch wäre es, den Ledergürtel damit zu tränken, denn beim Tragen gibt der Gürtel sie nach übermäßigem Auftragen aufgrund der Körperwärme wieder ab.

Lederöl wird vor allem bei verhärteten und ausgetrockneten Ledern mit Hilfe eines weichen Lappens angewendet. Es kann aufgrund seiner flüssigen Konsistenz tief in die Poren eindringen und harte Fasern wieder weich machen. Lederfett kommt eher bei gedeckten Glattledern zum Einsatz, es hat eine stark rückfettende Wirkung und würde sonst Flecken hinterlassen. Zudem ist es noch hilfreich, seinen Gürtel ab und an über Nacht in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit aufzuhängen, zum Beispiel in dem Badezimmer nach dem Duschen. Wer Lederöle und Lederfette einmal im Haus hat, kann sie außer für die Gürtelpflege noch für viele andere echte Leder einsetzen, beispielsweise für seine Schuhe, Lederjacken, die Motoradkombi, das Ledersofa oder die Ledersitze im Auto.

Verzogener Gürtel
Um das Verziehen des Ledergürtels zu verhindern hilft es, ihn abwechselnd links und rechts herum zu tragen. Durch das regelmäßige Ziehen beim Öffnen und Schließen des Ledergürtels kann er sich sonst verformen. Das abwechselnde links wie rechts tragen wirkt ebenso den hässlichen Verformungen an den Gürtellöchern entgegen.

Wer seinen hochwertigen Voll-Leder-Gürtel gut pflegt, wird lange Freude daran haben - vielleicht sogar ein Leben lang. Er ist sozusagen mit der richtigen Behandlung nahezu unverwüstlich.
So finden Sie die richtigen Gürtelgrößen! Text: C. D.

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    Weitere Infos: In den Wintermonaten wird die Sommerkleidung meist in die hintersten Schrankecken geschoben, weil man sie ja eh erstmal nicht braucht und umgekehrt. Das ist aber nicht ganz so gut. Vielleicht haben Sie ja schon eine Kleidermotte oder ähnliches im Haus. Textilschädlinge sind wahre Vielfraße, die nicht viel von Ihren Textilien übrig lassen. Am liebsten machen sie sich über Schur- und Kaschmirwolle, Leder, Federn und Pelze her.
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