Statisch aufgeladene Kleidung

Statisch aufgeladene Kleidung entladen

Der schöne neue Rock klebt lästig an den Beinen, beim Überziehen des Lieblingspullis stehen alle Haare zu Berge und die kuschelige Fleece-Jacke knistert richtig - statische
Frau kuschelt mit ihrem Lieblingspullover
Endlich keine statisch aufgeladene Kleidung mehr!
Foto: © Christian Stoll
Aufladung kommt bei bestimmten Kleidungsstücken immer wieder vor. Als besonders unangenehm empfinden viele die dabei auftretenden elektrischen Entladungen - sie bekommen "eine gewischt", wenn sie beispielsweise auf der Couch sitzen oder den Einkaufswagen im Supermarkt berühren.

Was steckt dahinter?
Dies ist am einfachsten an einem Experiment zu erklären, was wohl jeder schon einmal ausprobiert hat. Reibt man einen Luftballon an den Haaren, kommen die normalerweise ausgeglichenen elektrischen Ladungen von Luftballon und Haaren aus dem Gleichgewicht. Vereinfacht gesagt: der Luftballon entreißt den Haaren einen Teil ihrer Ladung. In Folge des Ungleichgewichtes der positiv und negativ geladenen Teilchen kommt es zu einer elektrischen Aufladung. Hält man nun den Ballon in die Nähe der Haare, so werden diese von ihm angezogen, da die elektrischen Ladungen bestrebt sind, sich wieder auszugleichen (die Haare "stehen zu Berge"). Genau wie in diesem Beispiel kann es bei der Kombination unterschiedlicher Materialien immer wieder zu solchen Aufladungen kommen. Besonders Kleidungsstücke aus synthetischen Fasern, wie beispielsweise Polyester, sind von diesem Phänomen betroffen. Aber auch alle anderen Materialien (und ebenso Menschen) können sich elektrostatisch aufladen. Man spricht dabei auch von der so genannten Reibungselektrizität.

Was tun gegen statisch aufgeladene Kleidung?

  • Kleidung aus Kunstfasern meiden
    Um die häufig als unangenehm empfundene statische Aufladung zu vermeiden, ist es ratsam, soweit möglich auf Kleidung aus Kunstfasern zu verzichten. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn viele Kleidungsstücke bestehen aus einem Mix verschiedener Materialien. So wird beispielsweise der Baumwolle in der Jeans ein gewisser Prozentsatz Elasthan zugesetzt, um eine bessere Passform zu gewährleisten. Niemand muss jedoch auf seinen Lieblings-Pulli oder das chice Abendkleid verzichten, denn es gibt Möglichkeiten, der Kleidung die Statik zu entziehen.

  • Luftfeuchtigkeit erhöhen
    Ist die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig, so laden sich Kleidungsstücke besonders schnell statisch auf. Das liegt daran, dass die trockene Luft ein sehr schlechter Stromleiter ist. Erhöht man nun die Luftfeuchtigkeit, so verbessert sich die Leitfähigkeit, da sich ein eventuelles Ungleichgewicht der Ladungen sehr schnell wieder ausgleicht. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit lässt sich schon mit einer Schale Wasser erreichen, welche auf die Heizung gestellt wird. Das Wasser verdampft und die Luft nimmt diese Feuchtigkeit auf.

  • Haare oder Hände befeuchten
    Die gute Leitfähigkeit von Wasser - und somit das schnelle Ausgleichen der positiv
    und negativ geladenen Teilchen - lässt sich bereits beim Anziehen der Kleidungsstücke ausnutzen. Befeuchten Sie einfach Ihre Haare mit etwas Wasser, bevor Sie sich das Sweatshirt überziehen oder streifen Sie mit den feuchten Händen über Ihre Strumpfhose und ziehen erst danach den Rock an.

  • Weichspüler oder Essig gegen statische Aufladung
    Die Lösung des Problems kann ganz einfach sein: geben Sie einfach etwas Weichspüler beim Waschen in der Maschine dazu. Weichspüler sorgt nicht nur für herrlich flauschige Wäsche, sondern ist auch in der Lage die statische Aufladung der Fasern zu verhindern. Ebenso berichten viele Hausfrauen von diesbezüglichen Erfolgen, wenn Sie einen Schuss Essig dem letzten Spülgang beigeben.

  • Antistatikspray: teuer, aber wirksam
    Drogerien oder Online-Shops im Internet bieten spezielle Anti-Statik-Sprays an, welche vor dem Tragen auf die jeweiligen Kleidungsstücke gesprüht werden. Die speziellen Sprays verändern die Oberfläche der Textilien so, dass diese nur noch schwach leitfähig ist. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, ist es notwendig, jeweils die Vorder- und die Rückseite des jeweiligen Kleidungsstückes gut einzusprühen. Leider muss die ganze Prozedur nach jeder Wäsche wiederholt werden - und das kann auf Dauer ziemlich ins Geld gehen. Tipp: haben Sie kein Antistatikspray zur Hand, so können Sie ersatzweise auch ein einfaches Haarspray benutzen.

  • Sie sehen: die lästigen kleinen Stromstöße und das unangenehme Gefühl von statisch aufgeladener Kleidung lassen sich vermeiden. Und wenn es wieder einmal "funkt", dann kennen Sie nun genau den Grund dafür und können mit den hier gezeigten kleinen Tipps Abhilfe schaffen.
    Text: K. L.

  • Pflegetipps für Kleidung
  • Abendkleider waschen
  • Wolle waschen
  • Falten in der Kleidung
  • Blusen waschen
  • Dessous waschen
  • Wäsche waschen
  • Wäsche trocknen
  • Badesachen pflegen
  • Fusseln entfernen
  • Ledergürtel pflegen
  • Anzug selber reinigen

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