Mit der richtigen Pflege kann man die Badesachen
auch im nächsten Jahr noch tragen
Foto: © Galina Barskaya
Badesachen, insbesondere Badeanzüge, bedürfen einer besonderen Pflege, damit sie möglichst lange haltbar sind. Badeanzüge bestehen heute üblicherweise aus Polyamid und hochelastischen Elastanfasern, die für einen besonders angenehmen und passenden Schnitt sorgen.
Egal, aus welchem Stoff die Badesachen letztlich bestehen: Der wichtigste Pflegetipp ist, diese nach der Benutzung - egal, ob im Hallenbad oder am Sandstrand - direkt mit klarem Wasser auszuwaschen. Die kleinen Salzkristalle des Meerwassers beispielsweise können den Badeklamotten extrem schaden und diese porös machen. Die Chlorrückstände von Schwimmbädern greifen die Farben an - und auch der Aufdruck "chlorfest" bezieht sich einzig auf den Aufenthalt im gechlorten Badewasser und nicht auf aggressive getrocknete Chlorrückstände.
Nach dem Auswaschen sollte das Badestück nicht feucht liegen gelassen werden. Dies würde zu eventuellen Stockflecken führen, die ganz einfach vermieden werden, indem die Badesachen im Schatten ausgebreitet getrocknet werden. Der prallen Sonne sollte man feuchtes Material ohnehin nicht aussetzen - es ist zwar durchaus zum Sonnenbaden geeignet, allerdings vornehmlich dann, wenn der Stoff selbst trocken ist, da die Flüssigkeit auf dem Badeanzugstoff in praller Sonne wie ein Brennglas wirkt und diesen schädigen
kann. Ebenso kann sich durch die Kombination von direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit die Farbe optischer Aufheller verändern, so dass ein leichter Gelbstich mit der Zeit unweigerlich die Folge sein würde.
Auswaschen alleine genügt jedoch nicht, will man seine Badesachen tatsächlich bestmöglich schützen. Nach dem Baden kann es sich, auch im Hinblick auf den Tragekomfort am nächsten Tag, durchaus lohnen, die Badekleidung nochmal mit ein wenig Reisewaschmittel im Waschbecken durchzuspülen. Hierdurch werden sowohl Schweiß, als auch Fett vom Stoff entfernt. Gerade bei einem längeren Urlaubsaufenthalt sollte ein solches Waschprogramm nicht nur aufgrund der Sauberkeit des Kleidungsstücks auf dem Plan stehen. Ob eine Behandlung mit Feinwaschmittel jeden Tag durchgeführt wird oder nur ein- bis zweimal die Woche bleibt Jedem selbst überlassen - grundsätzlich ist der erzielte Erfolg jedoch absolute Rechtfertigung für den minimalen Aufwand.
Zuhause angekommen, kann man - auch wenn viele Hersteller einzig Handwäsche empfehlen - die Badesachen mit gutem Gewissen auch in eine moderne Waschmaschine geben. 30-40°C und ein Feinwasch- oder Seidenprogramm schonen den Stoff und sorgen für eine gründliche Reinigung von Schmutz und Fett. Wer sich unsicher fühlt, der kann zur Schonung auch einen Wäschesack benutzten. Auf den Einsatz eines Weichspülers sollte im Hinblick auf die Elastizität verzichtet werden: Weichspüler legen einen zwar angenehmen Film auf die Oberfläche, der jedoch zu einem schnelleren Ausleiern des Stoffes führt und besonders in Verbindung mit dem Einsatz eines Wäschetrockners nach dem Waschgang dem Stoff schadet.