Gebrauchte Kinderbekleidung verkaufen - Was beachten?

Gebrauchte Kinderbekleidung verkaufen - Zum Wegwerfen viel zu schade Wer Kinder hat, der weiß, wie schnell diese aus ihren Klamotten herauswachsen. Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht neue Kleidungsstücke angeschafft werden müssen. Oftmals
Baby räumt schon mal den Schrank aus
"Mama, ich brauch neue Sachen!"
Foto: © Olga Smotrova
sind die "alten" aber viel zu schade um im Müll zu landen und so stellt sich die Frage: wo kann ich gebrauchte Kinderbekleidung verkaufen?

Wo kann man gebrauchte Kinderbekleidung verkaufen?
Jeder Secondhand-Shop nimmt Kleidung an, welche den eigenen Kids nicht mehr passt. Dazu müssen Sie nur mit den Bekleidungsstücken, welche Sie verkaufen wollen, in ein entsprechendes Geschäft gehen. Adressen gibt es im Branchenbuch oder im örtlichen Telefonbuch. Auch die Nachfrage bei anderen Eltern in Kindergarten oder Schule kann hilfreich sein. Die angebotene Bekleidung sollte frisch gewaschen und, wenn notwendig, gebügelt werden. Zum einen erhöht das die Chance auf einen Wiederverkauf und zum anderen nehmen gute Secondhand-Shops nur gereinigte Ware an. Verständlich - schließlich möchten Sie ja selbst auch keine Jeans mit Grasfleck kaufen. Achten Sie darauf, dass eventuell vorhandene Reißverschlüsse einwandfrei funktionieren und dass die Kleidung keine Löcher und Risse aufweist. Bieten Sie nur Bekleidungsstücke zum Verkauf an, welche Sie auch selbst kaufen würden. Der alte Schlabberpulli oder das ausgeblichene Shirt gehören sicher nicht dazu und landen besser in der heimischen Mülltonne.
Natürlich können Sie gewisse Preisvorstellungen haben, wenn Sie die Bekleidung Ihrer Kids in einen Secondhand-Shop bringen. Jedoch hat sich gezeigt, dass sich damit nicht viel Geld verdienen lässt. Schließlich möchte das Geschäft auch noch einen Gewinn für den Verkauf der Ware erzielen und so bleibt am Ende für Sie wenig übrig.

Eine Alternative zu Secondhand-Shops oder dem Trödelmarkt stellt der Verkauf von Kinderbekleidung über Internet-Auktionshäuser dar. Der Vorteil: ein sehr breites Publikum sieht hier die angebotenen Waren
und kann bei Interesse darauf bieten. Deutlich höhere Verkaufschancen hat, wer seine Ware exakt beschreibt und dazu gute Fotos einstellt. Ehrlichkeit ist hier oberstes Gebot - also verschweigen Sie auch kleine Mängel an der Kleidung nicht.

Regional werden meist zweimal jährlich Kinderartikel-Märkte angeboten. Hier tummeln sich Käufer und Verkäufer und es bietet sich Gelegenheit, so manches Schnäppchen zu erzielen. Je nach Veranstalter werden im Vorfeld Anbieter-Nummern verteilt und die Ware wird am vereinbarten Termin ausgepreist abgegeben oder aber Sie bekommen als Verkäufer selbst einen Stand zugewiesen. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie aktiv mit den potentiellen Käufern verhandeln können. Bei großen Kinderartikel-Börsen müssen Sie jeden Artikel genau mit Anbieter-Nummer, Kleidergröße und Preis versehen und haben dann keinen Einfluss mehr darauf, ob die Ware verkauft wird oder nicht. Diese landet auf meist riesigen Tischen und wird von Schnäppchenjägern am Verkaufstag durchwühlt. Leider geht hier so manches Stück verloren (oder wird schlicht und einfach geklaut). Gut, gegen Diebstahl können Sie nichts unternehmen. Aber Sie können vermeiden, dass von zweiteiligen Bekleidungsstücken oder Schuhen etwas verloren geht. Dazu verbinden Sie einfach die beiden Teile mittels einer dünnen Schnur. Schuhe sollten nur paarweise fixiert zum Verkauf angeboten werden - oft reicht es aus, die Schnürsenkel miteinander zu verbinden.

In manchen Regionen sind Kinderkleiderbasare sehr verbreitet - in anderen leider gar nicht. Verbinden Sie sich doch mit anderen Eltern und organisieren Sie selbst einen Verkauf. Vielleicht können Sie die Kirchgemeinde oder die Schule Ihrer Kids mit ins Boot holen. In der Regel geht dann ein gewisser Prozentsatz des erzielten Gewinnes an den Veranstalter - genau wie bei den großen Kinderkleidermärkten auch.

Preise für die gebrauchte Kinderbekleidung festlegen
Noch ein Wort zu den Preisen. Wer seine Waren zu einem zu hohen Preis anbietet, der läuft Gefahr, dass er gar nichts oder nur recht wenig verkauft. Und wieder hilft es, die Perspektive zu wechseln: schauen Sie sich die zu verkaufende Kleidung an und stellen Sie sich die Frage, was Sie selbst dafür noch bezahlen würden. Lieber etwas weniger für ein Kleidungsstück verlangen, als am Ende des Verkaufstages mit leerer Kasse dazustehen.

Gebrauchte Kinderbekleidung zu verkaufen kann die Haushaltskasse deutlich aufbessern. Natürlich macht das Auspreisen der Ware oder das Einstellen der Kleidungsstücke im Internet etwas Arbeit. Und wer selbst an einem Stand die zu klein gewordenen Kinderklamotten anbietet, der benötigt dazu schon ein paar Stunden Zeit. Aber es macht auch Spaß und von dem Verkaufserlös können schlussendlich wieder neue Bekleidungsstücke erworben werden.
Text: K. L.

Markenklamotten für Kinder: Mode ist vielseitig und sollte Spaß machen. Wer tragen kann, was ihm gefällt liegt automatisch im Trend. Eltern sollten da mit gutem Beispiel vorangehen und Wert auf individuelle, qualitätsbewusste Mode aus atmungsaktiven Stoffen legen.
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