Kleidung kaufen mit Kindern

Mit Kindern Kleidung kaufen gehen

"Oh nein!!! Ich probier die Jeans jetzt nicht an! Ich hab schon vier Hosen angezogen und ich will jetzt nicht mehr!!!" Die Mutter des 6-jährigen Paul zieht hörbar die Luft ein; ihre
Mutter mit Kind beim Kleidung kaufen
Gerade mit kleinen Kindern kann der Kleidungskauf
stressig werden - Foto: © Sylvia Zimmermann
Nasenflügel beben. Sie kennt das Drama schon, denn jedes Mal, wenn es darum geht, neue Kleidung zu kaufen, spielt ihr Sohn ein und dasselbe Theaterstück. So oder so ähnlich geht es vielen Eltern mit kleineren Kindern. Die Kids sehen die Notwendigkeit des Kleiderkaufs einfach nicht ein und haben nur eines im Sinn: spielen. Doch die Jeans haben Löcher, die Jacke ist zu klein und auch durch die Pullover steckt der Sprössling die Arme durch. Die Stapel im Kleiderschrank werden kleiner und kleiner und irgendwann lässt sich der Gang in die Stadt nicht mehr aufschieben. Doch mit einem wenig kooperierenden Kind an der Hand gestaltet sich das Shoppen in der Tat schwierig. Was also tun?

Oftmals geht es auch ohne Anprobe
Zum Glück ist es nicht immer notwendig neue Kleidungsstücke anzuprobieren. Besonders Mütter haben die Fähigkeit, auf einen Blick zu sehen ob ein Teil zu klein oder zu groß ist. T-Shirts, Pullover, Strickjacken - all das kann man getrost auch so kaufen. Schwieriger wird es dagegen meist bei Hosen oder Röcken. Je nach Figur des Kindes kann es vorkommen, dass der Bund zu eng oder zu weit ist und das Kleidungsstück nicht passt. Eine Anprobe ist hier also wirklich zu empfehlen. Mit Kindern einkaufen zu gehen ist immer ein Abenteuer und daher sollte man den Nachwuchs auch nur dann mitnehmen, wenn es unbedingt notwendig ist. Ist der Kauf von neuer Bekleidung fällig, so reicht es oftmals schon aus, ein noch passendes Kleidungsstück als Anhaltspunkt mit in das Geschäft zu nehmen. Und passt das ausgesuchte Teil dann doch nicht, so ist in den meisten Läden problemlos ein Umtausch möglich.

Kleiderkauf geht auch mit weniger Stress
Für Kinder ist der Kleiderkauf fast immer mit Stress verbunden. Allein die vielen Menschen und der Lärm in der Stadt sind besonders für Kleinkinder einfach zu viel. Suchen Sie sich
daher eine Zeit aus, zu der der Nachwuchs relativ ausgeglichen ist. Übermüdete oder hungrige Kids haben erst recht keine Lust zum Anprobieren und drücken ihren Unmut über diese nervige Beschäftigung dann auch lautstark aus. Das Überangebot in den Geschäften kann zusätzlich verwirren. Hier sind Eltern gefragt, die bewusst eine Vorauswahl treffen und nicht stundenlang mit dem Nachwuchs an der Hand nach ausgefallenen Einzelstücken suchen. Der Kleiderkauf lässt sich schon einmal wesentlich einfacher gestalten, wenn das Kind nicht in etliche Klamottenschichten gehüllt ist. Geht es ans Shoppen, so sollten die Kids bequeme, leicht an- und ausziehbare Kleidung tragen. Eine Jeans mit schlecht schließendem Knopf, eine Bluse mit zig kleinen Knöpfen - das sind wahre Hindernisse bei der Anprobe. Und bitte nehmen Sie sich nicht allzu viel auf einmal vor! Ein Kind ist einfach überfordert, wenn es stundenlang Sachen anprobieren soll. Legen Sie den Hosenkauf auf einen Tag und den T-Shirt-Kauf auf einen anderen. Manchmal kann es auch hilfreich sein, gemeinsam mit einem Freund/einer Freundin und deren Eltern einkaufen zu gehen. Zusammen macht es einfach mehr Spaß und ist wesentlich weniger langweilig!

Bequem von zu Hause aus shoppen
Haben Sie schon die Vorteile diverser Online-Shops kennen gelernt? Ganz in Ruhe können Sie zu Hause zusammen mit Ihrem Kind verschiedene Kleidungsstücke am PC aussuchen. Wenige Tage später klingelt der Postbote und bringt die gewünschten Sachen. Die Anprobe in den eigenen vier Wänden ist kein Vergleich zur Anprobe im Geschäft. Sie können genau eine gute Phase Ihres Sprösslings abwarten und dann zur Tat schreiten. Die Sachen welche gefallen und passen, behalten Sie und die restlichen Bekleidungsstücke können problemlos zurück gesandt werden. Sie und auch Ihr Kind sind in der gewohnten Umgebung wesentlich entspannter, was dem Kleiderkauf sehr entgegenkommt. Probieren Sie es doch einfach einmal aus.

Die Wünsche der Kinder und die finanziellen Grenzen der Eltern
Mädchen sind in der Regel beim Thema Kleiderkauf leichter zu handeln als Jungen. Sie lieben es, sich chic zu machen und die neueste Mode zu tragen. Auch bei Jungen setzt diese
Phase ein - jedoch häufig erst mit Beginn der Pubertät. Das, was Mama dann selbständig aus der Stadt an Bekleidung mitbringt, wird nur noch mit einem müden Lächeln quittiert. Viele Kids sind jetzt ganz scharf darauf Markenbekleidung zu tragen und diese übersteigt oftmals die finanziellen Vorstellungen der Eltern. Muss es unbedingt die Jeans oder das Shirt einer bestimmten Marke sein, so ist Eigeninitiative gefragt. Vielleicht kann der Nachwuchs von seinem Taschengeld etwas zu der neuen Bekleidung dazu steuern oder er wünscht sich das heiß begehrte Teil von Oma und Opa zum Geburtstag. Keinesfalls sollten Eltern hier ein Auge zu drücken und mehr ausgegeben als sie eigentlich gewillt sind. Kinder können und sollen lernen, sinnvoll mit Geld umzugehen und dazu gehört auch, dass sie nicht jeden Wunsch sofort erfüllt bekommen. Sparen sie dagegen selbst auf etwas, so erachten sie dieses als viel wertvoller und gehen auch sorgsamer damit um, als wenn Mama oder Papa einfach das Portemonnaie zücken.

Neue Kleidung zu kaufen muss nicht in Stress ausarten. Gehen Sie mit Ruhe und Gelassenheit heran und akzeptieren Sie, dass manchmal auch mehrere Anläufe notwendig sind, bis die passende Kleidung für den Nachwuchs gefunden ist.
Text: K. L.

Wo kann man Kindermode kaufen?
  • C & A
  • Ernstings Family
  • H & M
  • Kik
  • Peek & Cloppenburg
  • Takko

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    Weitere Infos: Da Kinder ja sehr schnell wachsen, sollten Sie vor dem Kauf auch nochmal überprüfen, ob die Größe noch stimmt oder ob es schon wieder eine Nummer größer sein muss. Schauen Sie dazu auch mal in unsere Größentabelle für Kinder.