Sie ist wohl die berühmteste, bequemste und wandlungsfähigste Hose auf Erden – die Blue Jeans. Die ehemals für die Arbeit bestimmten Hosen bestehen aus strapazierfähigem Baumwollstoff – dem so genannten Denim – und sind zu einem modischen, ja schon fast dekorativen, Kleidungsstück geworden. Jeanshosen gibt es in allen möglichen Farben und Waschungen. Ob klassisch in blau für die elegantere Garderobe oder im trendigen Used-Look – das entscheidet schließlich der eigene Geschmack. Der Schnitt der Jeans ist ebenso unterschiedlich wie die Färbung: Gerader Schnitt, Stretch, Bootcut, Schlaghosen, Latzhosen, taillenhoch oder nur bis zur Hüfte.
Wer erfand die Kulthosen? Die Blue Jeans waren anfangs keineswegs kultig, sondern dienten als Arbeitskleidung. Levi Strauss, ein gebürtiger Bayer, wanderte 1850 nach Amerika aus und fertigte dort für Goldgräber die robuste Beinkleidung. 1873 meldete er mit Jacob W. Davis diese Hosen zum Patent an. Das war die Geburtsstunde der späteren Blue Jeans. Filmstars wie James Dean und Marlon Brando machten die Hosen zum Kult.
Wie es für jeden Topf den passenden Deckel gibt, so gibt es auch für jede Figur
die richtige Jeans, mit der man eventuelle Problemzonen kaschieren kann.
Frauen mit langen Beinen und schmaler Figur sind mit engen Röhrenjeans bestens bedient, denn diese betonen die schlanke Silhouette. Wer kurviger wirken will, greift zur Jeans mit ausgestelltem Bein.
Bei langen Beinen und kurzem Oberkörper lassen Jeans mit Quernähten oder Applikationen und niedriger Leibhöhe die Beine kürzer erscheinen.
Wer einen flachen Po hat, dem passt eine Jeans mit schmaler Passform sehr gut, denn weite Hosen und so genannte Skaterhosen würden den Po noch flacher erscheinen lassen. Hoch aufgesetzte oder abgeschrägte Gesäßtaschen formen und betonen die Po-Silhouette.
Bei Problemzone Bauch erzielen Hüfthosen mit leicht ausgestelltem Bein den besten Schlankeffekt. Dunkle Jeans oder Jeans mit Auswaschungen in der Mitte bevorzugen, denn die machen optisch schlank. Hoch geschnittene Jeans mit weitem Bein und vertikal verlaufenden Fäden strecken fürs Auge ebenso. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Taschen eher klein sind.
Jeans mit niedriger Leibhöhe, hohem Stretchanteil und starker Waschung lenken von breiten Hüften ab und lassen die Beine schlanker wirken.
Ist die Problemzone an den Oberschenkeln, so sollte man unbedingt auf karottenförmige Jeans verzichten, da diese die Oberschenkel zu sehr betonen. Eine Hose mit Stretchanteil schmiegt sich optimal an die Figur, ohne einzuengen.
Bei kurzen Beinen sehen hüfthohe Jeans mit eng anliegendem Oberschenkel und an den
Waden beginnendem Schlag gut aus. Bootcut lässt kleine Frauen größer wirken, dunkler Denim verstärkt diesen Effekt.
Ist einem seine Jeanshose zu langweilig, so kann man sie selber noch ein bisschen aufpeppen. Abnützen wird sie sich von alleine, wer den Effekt allerdings bei einer neuen Jeans haben will, kann mit Schmirgelpapier ein paar Mal vorsichtig über den Stoff gehen. Mit bunten Pailletten oder Stofffarben kann man eine Jeans zur Designerjeans machen. Dafür eignen sich Motive wie Schmetterlinge, Ornamente oder sonstiges – das sei der Phantasie überlassen.
Hat die Hose bereits Löcher in der Kniegegend, muss man sie nicht sofort entsorgen: Einfach abschneiden, und fertig sind die Shorts (bei mutigen auch die Hot-Pants) für den Sommer.
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