Aus Polyester hergestellte Wolle nennt man Fleece, angelehnt an die englische Bedeutung dieses Wortes. Übersetzt heißt Fleece nämlich Flausch, und genau diesen Eindruck hat man beim Anfassen von Fleecestoff. Er ist weich und flauschig und man käme nie auf die Idee, dass der Grundstoff für die Herstellung des Materials u.a. aus PET-Flaschen besteht, die damit recycelt werden.
Diese Art von Textilherstellung wird erst seit den Achtzigerjahren betrieben, die Beliebtheit von Fleece in der Bekleidungsindustrie ist seither ungebrochen. Anfänglich gab es allerdings beim Verbraucher ein paar Unsicherheiten im Umgang mit Kleidung aus Fleece, die nach dem Tragen aussortiert werden sollten. Es hieß, man solle Textilien aus Fleece der Umwelt zuliebe nicht in den Hausmüll werfen. Abgesehen davon, dass getragene und aussortierte Kleidungsstücke ohnehin entweder in den Second-Hand-Shop oder in den Altkleidercontainer gehören, muss diese Warnung heute nicht mehr ernst genommen werden.
Fleece zeichnet sich durch seine besonderen Eigenschaften aus. Das Material ist leicht und
trotzdem wärmt es. Daher wird es häufig für Jacken, Sweatshirts, Pullover oder Westen verwendet. Fleece ist sehr widerstandsfähig und daher ein langlebiges Material, das auch bei starker Beanspruchung wenig Abnutzungserscheinungen zeigt. Bei der Herstellung erfährt das Material eine Imprägnierung, die dazu führt, dass ein Kleidungsstück aus Fleece dauerhaft wasserabweisend reagiert. Dennoch ist Fleece ein atmungsakitver Stoff, der angenehm auf der Haut ist.
Nach dem Waschen trocknet es schnell und es ist weitgehend knitterfrei. Allergiker kommen mit Kleidungsstücken aus Fleece gut zurecht, denn sie sind weitgehend frei von allergenen Stoffen. Da Fleece völlig ohne Naturfasern auskommt, vielmehr ausschließlich den Recyclingkreislauf nutzt, wird das Material besonders von umweltbewussten Verbrauchern geschätzt.
Der Nachteil von Fleece liegt in der schnellen Entflammbarkeit des Materials und darin, dass es nicht besonders winddicht ist.
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