Allergiker beschreiben Ihre sensorischen Empfindungen gern mit den Worten "zum aus der Haut fahren". Die Ursachen für die "Allergie" können vielseitig sein. Einer zusätzlichen
Schon ein anderes Waschmittel bzw. Weichspüler kann bei
Kleiderallergie helfen - Foto: © Carmen Steiner
Herausforderung sehen sich Allergiker gegenüber, wenn auch noch die tägliche Kleidung zur Belastung wird. So zum Beispiel, wenn bestimmte Kleidungsstücke Rötungen oder Juckreiz und andere Hautprobleme verursachen. Nicht selten handelt es sich dabei um eng anliegende Textilien, wie Leggins, hautenge Shorts, anliegende Sportbekleidung oder sogar um Schuhwerk aller Art. Die Zahl der Betroffenen steigt alarmierend an.
Wie kann Kleidung Allergien auslösen?
Die Ursachen der Hautreaktionen liegen weniger in einer Allergie auf die Stoffe der Textilien, zum Beispiel einer Unverträglichkeit von Wolle, sondern vorrangig in den Zusatzstoffen, die in der Kleidung enthalten sind und bei Menschen mit einem atopischen Ekzem ernste und unangenehme Beschwerden hervorrufen können.
Diese belastenden Stoffe gelangen unter anderem durch Farbstoffe in die Kleidung. Erfahrungen zeigen, dass insbesondere dunkle Farben, wie schwarz, blau und dunkelbraun,
vermehrt Symptome hervorrufen. Hinzu kommen schädliche Pestizide und Fungizide, die beim Anbau der Baumwolle auf die Pflanzen samt Ernte aufgetragen wird, um Schädlingsbekämpfung zu betreiben. Sie verbleiben bei der Verarbeitung in der Baumwolle und sind auch noch in den fertigen Kleidungsstücken enthalten. Bis die Textilien von ihrem Herstellungsort auf dem Ladentisch landen, kommen sie nicht selten mit weiteren zusätzlichen Chemikalien in Kontakt, zum Beispiel speziellen Gasen in den Transportcontainern oder Weichmachern in Kinderkleidung. Ebenso können Waschmittelrückstände Hautreizungen und Juckreiz auslösen.
Dies führt dazu, dass in extremen Fällen Patienten nicht mehr in der Lage sind, neue Kleidung zu kaufen, sondern nur gebrauchte Textilien tragen können, da darin die meisten belastenden Stoffe durch das häufige Waschen ausgespült wurden. Schwieriger wird es bei manchen im Ausland produzierten Schuhen aus Leder, dessen Material mit Hilfe von Chrom gegerbt wurde und schmerzvolle Ekzeme am Fuß auslösen können. Eine nicht unerhebliche Zahl an Betroffenen leidet auch schlichtweg unter eine Nickel - Unverträglichkeit. Für Sie können Jeansknöpfe oder ein simpler Reißverschluss zur Tortur werden.
Was kann man bei einer Kleiderallergie tun?
Die Lösung des Problems ist in einigen Fällen simpel, in anderen fast unmöglich. Reagiere ich auf Nickel trage ich einfach nur noch Kleidung mit Knöpfen oder Reißverschlüssen aus Plastik oder einem anderem Material. Vertrage ich keine Wolle, muss ich eben entsprechende Kleidung meiden. Schwieriger sieht die Lage aus, wenn die Ursache nicht klar definiert ist, denn eine Vermeidung des auslösenden Stoffes oder Materials ist so nur bedingt möglich. Diesen Personen helfen einige allgemeingültige Tipps für den täglichen Umgang mit Kleidung.
Vermindern Sie Waschmittelrückstände in der Kleidung, indem Sie in Ihrer Waschmaschine einen extra Spülgang mit klarem Wasser durchführen.
Testen Sie verschiedene Waschmittel längerfristig aus, um eine Unverträglichkeit eines dieser Stoffe auszuschließen. Versuchen Sie es doch einmal mit "Waschnüssen" oder anderem besser verträglichen Waschsubstanzen aus dem Bio - Markt oder Reformhaus.
Kleidung mit dem Emblem "Textiles Vertrauen" ist meist besser verträglich.
Meiden Sie farbintensive Textilien Sie enthalten viel Farbe und geben diese oft auch beim Schwitzen an die Haut ab. Sie sind sehr gut zu erkennen am Schild: separat waschen.
Verzichten Sie auf eng anliegende Kleidungsstücke, die reiben, und dadurch die Haut zusätzlich reizen.
Kleidungsstücke, die in die Reinigung müssen, kommen zwangsläufig dort mit
weiteren Chemikalien in Kontakt. Nehmen Sie davon besser Abstand.
Chemiefasern, wie zum Beispiel Polyestergewebe, sind oftmals nicht atmungsaktiv und die Haut schwitzt sehr schnell und wird gereizt. Reine Baumwollstoffe oder Seide sind wesentlich besser hautverträglich.
Greifen Sie auch gern einmal zu BIO-Mode / ÖKO -Textilien. (Mehr Infos über Naturmode)
Weniger bügeln ist mehr, denn dabei werden oft durch die Hitze schädliche Stoffe freigesetzt.
Finger weg von Kleidungsstücken mit der Aufschrift, "Knitterfrei" oder "wasserfest" usw., sie wurden meist mit Chemikalien behandelt.
Das Leben mit einer "Kleiderallergie" ist wirklich oft nicht einfach. Aber die große Auswahl an alternativen und modischen Textilien erleichtert es betroffenen Personen doch, sich attraktiv und geschmackvoll zu kleiden. Und finden Sie vor Ort keine passenden Geschäfte, eröffnet das Internet Ihnen ganz neue Dimensionen. Durch die richtige Kleidung fühlt man sich einfach wohler und präsentiert sich nach außen auch noch selbstsicherer, selbst mit Hautproblemen.
Text: C. D.
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Tipps und Hinweise!]
Natürlich finden Sie bei uns auch einige Tipps zum Wäsche waschen und zum
Wäsche trocknen.
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