Adidas, Bench, Lacoste, Nike, Tommy Hilfiger, Vans - sag mir Deine Marke und ich sag Dir wer Du bist.
Müssen es denn immer Markenklamotten sein?
Foto: © drubig-photo
Bei Jugendlichen reift während der Pubertät die Persönlichkeit und sie versuchen ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Da die Persönlichkeit in der heutigen Zeit aber immer mehr an Wertgegenständen gemessen wird, hat die Bedeutung von Markenkleidung in den letzten Jahren rapide zugenommen. Sie ist ein Statussymbol und entscheidet darüber wer "in" und wer "out" ist. Für Jugendliche ist Markenkleidung nämlich oft wichtiger als der Charakter eines anderen Menschen, da man mit ihrer Hilfe seine eigene Unsicherheit übertünchen und der Sehnsucht nach Anerkennung entgegenkommen kann. Dementsprechend bilden sich viele kleine Cliquen, in der man seine Zugehörigkeit rein äußerlich oft durch entsprechende Markenkleidung zeigt und wer keine trägt, wird ausgegrenzt und sogar gemobbt.
Gegenbewegungen
Neben den Befürwortern der Markenkleidung hat sich in der letzten Zeit aber auch eine Gegenbewegung heraus kristallisiert, die immer größer wird. Hierbei handelt es sich um die
so genannten Markenverweigerer, die keinesfalls Markenkleidung tragen möchten, da sie der festen Überzeugung sind, dass man auch ohne Markenkleidung "jemand" sein kann.
Wer bezahlt die Markenklamotten?
Zum Großteil finanzieren die Eltern die kostspielige Kleidung ihrer Zöglinge, ist dem nicht so greifen die Jugendlichen auf ihr Taschengeld zurück oder versuchen sie sich durch einen Nebenjob zu verdienen. Dabei kommt es des Öfteren vor, dass Jugendliche eine Art Sinneswandel durchleben und infolge dessen ernsthaft anfangen darüber nachzudenken, ob die Markenkleidung den ganzen Aufwand wirklich wert ist.
Schuluniform als Ausweg?
In vielen Ländern stehen so genannte Schuluniformen bereits an der Tagesordnung, da war es kaum verwunderlich, dass auch hierzulande die Forderung nach einheitlichen Uniformen an Schulen immer lauter wurde. Doch auch, wenn infolge der Uniform sämtliche Grenzen hinsichtlich der Kleidung durchbrochen werden könnten und niemand mehr aufgrund seiner No-Name-Kleidung ausgeschlossen würde, konnte sie sich letzten Endes nicht durchsetzen. Das hat zum einen damit zu tun, dass sich durch die Uniformen nur alles in den Freizeitbereich verlagern würde, da die Jugendlichen in dieser ja trotzdem wieder Markenkleidung tragen. Zum anderen werden sie wegen der Uniform daran gehindert eigene Vorstellungen und ihren individuellen Stil zu verwirklichen.
Weitere beliebte Modemarken sind:
In diesen Shops kaufen Jugendliche gerne Kleidung: