Was man sich heute kaum noch vorstellen kann, beschäftigte vor hundert Jahren ganze Haushalte: das Waschen der Kleidung. Waschen über dem Brett, mit Seife und in riesigen Bottichen bedeutete für die ganze Familie stundenlange, harte Arbeit. Heute stellt man einfach eine Maschine an und holt die Kleidung ein bis zwei Stunden später wieder zum Trocknen heraus - oder nicht einmal mehr das. Denn Waschtrockner waschen und trocknen die Wäsche in einem Gerät. Sie sind damit nicht zu verwechseln mit dem ähnlich klingenden Wäschetrockner, der nur trocknen kann.
Waschtrockner sind als Toplader (mit der Luke oben) oder Frontlader (Luke vorne) erhältlich. Hersteller wie Hoover, Miele und Bosch bieten diese Geräte inzwischen schon seit einigen Jahrzehnten an. Einstiegsmodelle sind schon ab 400 Euro zu haben, Spitzenmodelle können aber schnell knapp 2.000 Euro kosten.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand:
- Waschtrockner sparen viel Zeit, weil kein lästiges Aufhängen der nassen Kleidung mehr nötig ist. Ohne ausreichend Umluft oder an feuchten Tagen kann Wäsche deutlich länger als 24 Stunden zum Trocknen brauchen; bei Wäsche- oder Waschtrocknern nur noch wenige Stunden.
- Vor allem für Kleidung, die man schnell wieder benötigt, sind Waschtrockner die idealen Maschinen.
- Sie sind die eigentlichen Waschvollautomaten und eignen sich besonders für Berufstätige,
die ihre Wäsche morgens schmutzig in die Maschine stecken und abends sauber und trocken wieder herausholen können.
- Waschtrockner sparen außerdem Platz. Man muss die Wäsche nicht mehr aufhängen, benötigt keinen Raum für zwei Geräte mehr.
- Anders als Wäschetrockner haben Waschtrockner in der Regel kein Flusensieb, das regelmäßig gereinigt werden muss. Bei Waschtrocknern werden Flusen durch Wasser gebunden und mit dem Abwasser abgeführt.
Natürlich haben die Geräte auch Nachteile:
- Das Trocknen der Kleidung beansprucht viel Raum in der Trommel. Deswegen können Waschtrockner keine ganze Waschladung von üblicherweise fünf Kilogramm auf einmal trocknen. Die Wäsche muss in zwei Ladungen aufgeteilt werden, was die Zeitersparnis mindert und die Betriebskosten erhöht.
- Die heiße Abluft wird bei Waschtrocknern durch Frischwasser gebunden und damit gekühlt. Dafür ist - anders als bei Wäschetrocknern - sehr viel Wasser nötig. Während ein reiner Waschgang etwa 40 Liter Frischwasser verbraucht, benötigen effiziente Waschtrockner fürs Waschen und Trocknen schnell 60 Liter. Weniger effiziente Geräte, die vor allem im unteren Preissegment zu finden sind, verbrauchen zum Teil bis zu 120 Liter.
- Der Energieverbrauch ist dementsprechend ebenfalls höher als bei Waschmaschinen (etwa 0,5 kWh) und liegt zwischen 3 und 6 kWh.
Kaufempfehlung - Worauf sollte man beim Waschtrockner kaufen achten?
Bei Waschtrocknern sind ein Verbrauch von 60 Litern Wasser pro Waschgang gering. Einen gleichzeitig geringen Energieverbrauch von 3 bis 4 kWh bieten aber nur wenige Geräte. Beim Kauf preisgünstiger Geräte kommt es daher auf ein gutes Mittelmaß an.
Energie-Effizienzklassen bieten nur eine grobe Orientierung. Durch verschiedene Bauarten können Geräte mit der eigentlich günstigeren Klasse A mehr Energie verbrauchen als Geräte der Klasse B. Einstiegsgeräte gibt es schon ab 400 Euro, dann ist aber ein Haken an der Sache (hoher Energie- oder Wasserverbauch) meist garantiert. Leistungsfähige und gleichzeitig sparsame Geräte sind erst ab etwa 800 Euro zu haben. Höherpreisige Modelle zeichnen sich oft durch Zusatzfunktionen wie Schontrocknung und Knitterschutz aus.
weitere Infos:
Fast die Hälfte aller Haushalte in Deutschland nutzt Gas zum Kochen oder zum Heizen. Dass
sich die umweltfreundliche Energie auch zum Trocknen der Wäsche eignet, ist hierzulande dagegen noch wenig bekannt.
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Sie gibt es schon einige Jahre und mittlerweile hat sie sich zu einem echten Trend gemausert: Die Mini-Waschmaschine. Gerade für Single-Haushalte oder die Erstausstattung der Wohnung ist sie besonders geeignet.
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