Männer fühlen sich beim Kleidung kaufen oft
überfordert - Foto: © yamix
Ob es ein Gemeinplatz ist oder nicht - Männer trifft man weitaus seltener in den Modegeschäften der Innenstadt, als Frauen. Möchte ein Mann ein Kleidungsstück haben, so überlegt er sich dies meist vorher und geht dieses gezielt kaufen. Ein Stadtbummel scheint eine Frauendomäne zu sein, die von vielen Männern nicht angerührt wird. Selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen - diese bestätigen jedoch mitunter die direkt ins Auge fallende Regel.
Doch warum ist das so, dass Männer nicht gerne Kleidung kaufen? Heutzutage ist Modegeschmack keinesfalls einzig Sache der Frauen. Auch Männer wollen schick und im Trend angezogen sein. Viele Männer sind sich der Außenwirkung angemessener und hübscher Klamotten sehr bewusst. Sie legen auch persönlich Wert darauf, gut angezogen zu sein. Dennoch kaufen sie nicht gerne ein, da der Trubel in der Stadt um diese eigentlich einen praktischen Nutzen erfüllenden Gegenstände wohl auf vernünftiger Ebene nicht nachvollziehbar zu sein scheint. Ob es nun den alten Jagdinstinkten geschuldet ist, dass ein Mann gezielt zu etwas greift und seine Entscheidung direkt fällt, oder aber es letztlich eine Aneinanderreihung von Zufällen ist, weshalb Frauen gerne vielmehr Zeit mit der Klamottensuche verbringen - die Lösung auf diese Frage ist wohl von Mann zu Mann
verschieden. Grundsätzlich sind es daher verschiedene Gründe, die dazu führen, dass Frauen Shoppen als ein Hobby ansehen und Männer dies eher als eine Notwendigkeit erachten. Das Ergebnis steht jedoch fest: Die Innenstädte und Geschäfte sind heute weitaus mehr auf die Bedürfnisse der Frauen ausgerichtet - reine Herrenbekleidungsläden finden sich in weitaus geringerer Zahl, als es Geschäfte für Damenmode oder Damenaccessoires gibt.
Wenn Männer Kleidung kaufen tun sie das immer öfter online
Es erstaunt nicht, dass der prozentuale Anteil derer, die ihre Kleidung heute weitgehend über das Internet und nicht mehr den Bummel in der Stadt beziehen, unter den Männern größer ist, als unter den Frauen. Das Internet ist weitgehend das, was sich ein Mann unter dem Kaufen von Kleidung vorstellt - das Angebot kann schnell überblickt und eine Entscheidung schnell getroffen werden. Gerade bei Männern, die im Beruf sehr eingespannt sind, ist das Internet zudem eine Zeitersparnis, die es nicht zu unterschätzen gilt. Sollte dann doch einmal etwas nicht passen, muss Mann sich zudem nicht in scheinbar ungeliebte Innenstadtgeschäfte begeben, sondern kann mit den meist mitgelieferten Retoureaufklebern die Ware per Post zurückschicken und erhält wenige Tage später meist eine andere Größe. Das Internet schafft daher Abhilfe gegen Shoppingunlust, erspart das lästige Umziehen in engen Umkleidekabinen und bietet oftmals auch die günstigsten Preise.