Ein Krawattenshop - Foto: © Balint Palotas
Für viele Männer sind Krawatten eine lästige Pflicht, da sie für ein beengendes Gefühl am Hals sorgen und das Binden der Krawatte für ungeübte Hände recht schwierig ist. Doch einige Berufe und Anlässe verlangen nach Krawatten, sodass es sich immer empfiehlt eines gewisse Auswahl an Krawatten im Schrank zu haben, um für die verschiedenen Anlässe ausgestattet zu sein.
Dabei ist zu beachten, dass verschiedene Anlässe nach unterschiedlichen Krawatten verlangen. Mag es im Büro oder beim geselligen Beisammensein mit Freunden oder Kollegen möglich sein, eine wild gemusterte oder mit Comicmotiven bedruckte Krawatte zu tragen, ist ein solches Modell bei feierlichen Anlässen, wie zum Beispiel Hochzeiten, Jubiläen oder Kommunion äußerst unpassend. Zu derartigen Veranstaltungen empfiehlt sich eine auf die Farbe des Hemdes abgestimmte Krawatte, entweder schlicht oder mit einem dezenten Muster. Auch Beerdingungen verlangen nach einer anderen Krawatte, diese muss nicht zwingend schlicht schwarz sein, sondern kann auch in Grautönen gestaltet sein.
Krawatte oder Schlips sind aber nicht mehr allein eine Domäne der Herrenmode, sondern haben inzwischen auch Einzug in die Welt der Damenmode gehalten, hier aber vor allem als locker gebundenes Accessoire zu weißen Blusen oder Uniformen.
Die Materialien für Krawatten sind äußerst vielfältig, neben Seide und Baumwolle sind seit einiger Zeit vermehrt Krawatten mit einer Beschichtung aus Teflon auf dem Markt zu finden.
Eine solche Beschichtung schützt vor Spritzern und Flecken.
Auf welchen Krawattenknoten die Wahl schließlich fällt, ist vor allem Geschmackssache, nicht zuletzt aber auch eine Frage der Fingerfertigkeit. Vorschriften gibt es in dieser Hinsicht keine, grundsätzlich gilt aber, dass eine Krawatte sorgfältig gebunden sein sollte – weder zu kurz noch zu lang und auch nicht schief.
Einen besonderen Pfiff erhält die Krawatte durch das Anstecken einer Krawattennadel, die es in den unterschiedlichsten Gestaltungen und Formen gibt. Jeder Juwelier und auch jedes gut sortierte Herrenmodegeschäft bietet eine Auswahl an Krawattennadeln an.
Wissenswertes:
Die ersten Krawatten gab es schon im alten Ägypten. Richtig bekannt wurden sie aber erst im 17. Jahrhundert. Ludwig XIV. forderte als Verstärkung 6000 kroatische Söldner an. Diese trugen ein Stück Stoff um den Hals.Um 1650 wurde die Krawatte auch am Hof von Ludwig XIV. getragen, später war sie in ganz Frankreich in Mode. Schnell verbreitete sie sich aber auch in England und ganz Europa. Ca. 80 % aller in Deutschland hergestellten Krawatten kommen aus Krefeld. Deshalb wird die Stadt auch Samt- und Seidenstadt genannt.